Ehemaligentreffen mit Fachvorträgen
Rund 30 Absolventinnen und Absolventen der EFS Bethlehem besuchten das diesjährige „Treffen der Ehemaligen“. Dieses findet traditionell am zweiten Samstag nach Schulbeginn statt. Neben Gesprächen mit Lehrkräften und dem Wiedersehen von Mitschülern und Mitschülerinnen standen Vorträge zum Thema „Herausforderndes Verhalten von Kindern“ und dem Umgang damit im Mittelpunkt. Präsentiert wurden die Vorträge von drei diesjährigen Absolventinnen der EFS, die Auszüge aus ihrer Facharbeit vorstellten.
Helena Becker berichtete über deeskalierendes Handeln bei reaktiv-aggressivem Verhalten von Kindern im Kitaalter. Dabei kommt es aus ihrer Sicht vor allem darauf an, dass die pädagogischen Fachkräfte trotz herausfordernden Situationen mit dem Kind ein positives Vorbild bleiben. Sie sollen durch klare Regeln für die ganze Gruppe und Deeskalationsstrategien den Fokus auf die positive Beziehungsgestaltung richten. Grundlage der Arbeit waren zwei Studien, die die Ursachen für reaktiv aggressives Verhalten von Kindern aufzeigen und deren Folgen für die Gruppendynamik in der Kindergartengruppe beschreiben.
Natalia Popova sprach über die Stärkung von sozial-emotionaler Kompetenzen bei Hortkindern durch philosophische Gespräche. Sie hat dafür eigens ein Spielkonzept entwickelt, bei dem Hortkinder spielerisch und alltagsnah an verschiedene philosophische Fragestellungen herangeführt werden, beispielsweise „Was wäre, wenn es keine Regeln gäbe?“. Ausgangslage für diese Arbeit war die Tatsache, dass es in den Einrichtungen und in unserer Gesellschaft überhaupt vermehrt das „Ich“ im Mittelpunkt steht. Fehlende emotional-soziale Basiskompetenzen sind dafür verantwortlich, nicht im „Wir“ denken zu können.
Lydia Gohla erläuterte das Dreiraumprinzip als praktiziertes Selbstmanagement. In Anlehnung an den Sozialpädagogen Klaus Kokemoor wendet sie dessen Dreiraumprinzip auf sich selbst als pädagogische Fachkraft an. Hierbei geht es vor allem darum, verschiedene Aufgabenfelder für sich selbst klar voneinander zu trennen. So ist es möglich sich entweder auf die Organisation, auf die Beziehungsgestaltung oder auf die eigene Regeneration zu konzentrieren. Durch das eigene Selbstmanagement soll präventiv herausforderndes Verhalten von Kindern reduziert werden.


